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Ein Gebäude, das in die Zukunft schaut

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Raiffeisenbank Mittelbregenzerwald
Holzbau-Architektur hat Tradition in Vorarlberg und im Mittelbregenzerwald. Historische Bauwerke, wie etwa die im Jahr 1830 errichtete Gschwendtobel-Brücke über die Subersach in Lingenau, bestehen aus Holz. Nicht weit entfernt, in der Nachbargemeinde Egg, wurde Mitte Juli ein weiteres Prunkstück der Vorarlberger Holzbau-Architektur eröffnet: Die Zentrale der Raiffeisenbank Mittelbregenzerwald, entworfen vom bekannten Vorarlberger Holzbau-Vordenker Hermann Kaufmann.

"Seit der Gründung unserer Raiffeisenbank vor über dreißig Jahren hat sich viel verändert. Wir sind mit den bisherigen Bankräumlichkeiten an unsere Grenzen gestoßen und waren schon längere Zeit auf der Suche nach einer neuen Heimat. Nun sind wir überglücklich, dass wir dieses Projekt hier in Egg verwirklichen konnten", freute sich der Vorstandsdirektor der Raiffeisenbank Mittelbregenzerwald, Wilhelm Sutterlüty. "Wir wollten eine möglichst große Wertschöpfung in der Region behalten. Das ist uns gut gelungen, immerhin konnten über achtzig Prozent der Aufträge an Auftragnehmer aus der Region vergeben werden", erläuterte Vorstandsdirektor Hannes Rehm.

Nicht nur zeitgemäße Architektur, sondern vor allem ein zukunftsfähiges Gebäude hatten Auftraggeber und Architekt im Sinn, als sie sich gemeinsam an die Planung machten. "Unsere Idee war es, beim Thema Nachhaltigkeit vorbildlich zu wirken. Wir haben ein Gebäude geschaffen, das in die Zukunft schaut. Nicht nur, was die Größenordnung für die stetig wachsende Bankbelegschaft betrifft, sondern auch beim Energieverbrauch", erläuterte Architekt Hermann Kaufmann anlässlich der Eröffnung.

Man habe nicht nur in Hinblick auf die zukünftige Versorgung mit Strom und Wärme, sondern auch schon beim Bau des Gebäudes darauf geachtet, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. "Durch die Verbauung von Holz der heimischen Weißtanne haben wir keine langen Transportwege für das Baumaterial zurücklegen müssen. Zudem wollten wir möglichst natürliches Material verwenden, um Mitarbeitern sowie Kunden ein möglichst angenehmes und gesundes Raumklima zu bieten“, erklärte Kaufmann. Auch Wilfried Hopfner, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, zeigte sich vom gelungenen Vollausbau begeistert.

"Ein Architekt lebt immer auch von der Großzügigkeit und Offenheit seines Auftraggebers. Der Diskussionsprozess mit den Verantwortlichen der Raiffeisenbank verlief auf einem äußerst hohen Niveau. Daher war die Zusammenarbeit überhaupt nicht kompliziert", fand Architekt Kaufmann lobende Worte.

Professionell wurde schließlich auch die Übersiedlung ins neue Gebäude durchgeführt. In kürzester Zeit wurde dieser Transport abgewickelt, sodass rechtzeitig zur Eröffnung des neuen Gebäudes am Sonntag die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kunden bereits an ihren fertig eingerichteten Arbeitsplätzen begrüßen konnten.

Quelle: Raiffeisenzeitung (Nr. 28-29/15. Juli 2010)

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