|
Nachhaltige Geldanlage - welche Möglichkeiten gibt es?
|
|
|
Wir sprachen mit Alexander Heindl, Berater in der Raiffeisen-Landesbank Tirol, und Jürgen Rupp, Teamleiter Wertpapier-Beratung in der Raiffeisenlandesbank Vorarlberg, über die Möglichkeiten einer nachhaltigen Geldanlage. Nachhaltigkeit bei der Geldanlage bedeutet, in Unternehmen zu investieren, die ökologische Ziele verwirklichen bzw. besonders verantwortungsvoll mit den ökologischen und ökonomischen Ressourcen, aber auch mit ihren Mitarbeitern umgehen. Welche Möglichkeiten gibt es für Anleger in diesem Bereich?
Rupp: Mehr als 300 Ethik- und Nachhaltigkeitsfonds werden im deutschsprachigen Raum bereits angeboten. Das Fondsvermögen beträgt aktuell knapp 30 Milliarden Euro. Es besteht auch die Möglichkeit, über eine Aktie direkt in die Nachhaltigkeitsbranche zu investieren. Heindl: Anteile an Unternehmen, welche in der Gesellschaftsform einer Aktiengesellschaft auftreten und diesen "fair-trade"-Gedanken nach innen und auch nach außen leben, können über die Börse in Form von Aktien erworben werden. Somit partizipiert der Anleger am Unternehmenserfolg mit. "Welchem ethisch handelnden Unternehmen kann ich auch wirtschaftliche Erfolge zumuten?", fragt man sich natürlich. Das Einzeltitelrisiko in diesem Fall kann mit Hilfe eines Fonds, der einen growth-value-ethik-Ansatz verfolgt, bereinigt werden. Raiffeisen Capital Management bietet mit seinem aktiv gemanagten Ethik-Aktienfonds genau das Richtige für ertragsorientierte Kunden. Eine große Auswahl an fundamental gut bewerteten Unternehmen findet sich in dieser Veranlagung wieder. Ein Plus von über 50 Prozent im Jahr 2009 zeigt, dass auch sozial-ökologische Unternehmen eine Investition wert sind. Wie sehen Sie die künftige Entwicklung nachhaltiger Investments? Heindl: Das Prinzip sozialer Gerechtigkeit und der Ressourcen-Vorsorge geht uns alle an und ist wichtiger als je zuvor. Die Flucht nach der Bankenkrise in die Hartwährung Gold zeigt, wie wir Menschen denken und handeln. In jedem Portfolio sollten daher solche nachhaltigen Investments unbedingt ihren Platz haben. Diesen Unternehmensgedanken muss man fördern, der Erfolg liegt im Endeffekt immer in den Händen der Investoren. Rupp: Nachhaltigkeitsfonds werden mehr und mehr Mittel erhalten und damit auch an Einfluss gewinnen. Nachhaltigkeitsfonds haben Mittelzuflüsse, während die traditionelle Fondsbranche in den vergangenen Quartalen insgesamt mit Abflüssen zu kämpfen hatte. Zudem haben viele dieser Fonds schon den Beweis erbracht, dass werteorientiertes Anlegen nicht auf Kosten der Rendite geht. Können Sie umweltbewussten Kunden auch Finanzprodukte aus anderen Bereichen (z. B. Versicherungen) empfehlen? Heindl: Ja. Ganz aktuell bietet die Raiffeisen Versicherung gemeinsam mit dem starken Garantiegeber Raiffeisen Zentralbank Österreich AG den Best Zins Raiffeisen Klimaschutz – unter dem Motto: fixe 4,15 Prozent steuerfreien Ertrag pro Jahr kassieren und dabei einen Beitrag zur Unterstützung der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative leisten. Rupp: Es gibt fondsgebundene Lebensversicherungen, welche das Anlagekapital in erneuerbare Energien investieren. Jedoch sollte hier eine Bindungsdauer von über zehn Jahren eingehalten werden. Informationen über nachhaltige Geldanlage erhalten Sie in Ihrer Raiffeisenbank. Die Raiffeisenorganisationen treten für ein nachhaltiges Wirtschafts- und Sozialmodell ein. Schon frühzeitig wurden zahlreiche Aktivitäten zum Klimaschutz entwickelt. Mit der Raiffeisen Klimaschutz-Initiative (RKI) werden diese Aktivitäten gebündelt und ausgebaut. 18. März 2010 Die veröffentlichten Prospekte der Raiffeisen Wertpapierfonds in ihrer aktuellen Fassung inklusive sämtlicher Änderungen seit Erstverlautbarung stehen dem Interessenten unter www.rcm.at zur Verfügung. Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Portfolios zu. |
|




